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Handlungsorientierte Weiterbildung am Arbeitsplatz

Der immer noch steigende Bedarf von Unternehmen an einer kontinuierlichen und dynamischen Kompetenzentwicklung erfordert Angebote, die unternehmensspezifisch, zeitlich und im Umfang flexibel und dicht an der realen Arbeitssituation sind. Wichtige Ansätze dafür sind:

  1. Das handlungsorientierte Lernen mit dem Prinzip der „vollständigen Handlung“, das Planung, Vorbereitung, Umsetzung, Ergebnisprüfung und Auswertung sowie eine Prozess-Reflexion umfasst.
  2. Agile Ansätze in der Weiterbildung („Agiles Lernen“) für dynamische Umgebungen mit einer Bearbeitung realer Aufgaben aus der Praxis in kurzen Lernetappen mit Rückmeldeschleifen, Reflexion und Korrekturmöglichkeiten sowie einer Lernbegleitung durch didaktisch und fachliche geschulte Coaches.

Arbeitsplatzintegrierte Weiterbildungsangebote erfordern bislang einen längeren Vorlauf und von den Unternehmen oft interne Anstrengungen. Unternehmen möchten aber Weiterbildungsmaßnahmen, die ohne einen langwierigen Vorlauf starten können und mit klaren Ergebnissen verbunden sind. Handlungsorientierte Weiterbildung ist deshalb so zu gestalten, dass sie ihre pädagogischen, subjektbezogenen und prozessoptimierenden Vorteile behält und gleichzeitig von der ersten Stunde an unmittelbaren betrieblichen Nutzen erbringt.

Strategische Allianz

Sustainum koordiniert seit September 2019 eine Strategische Allianz, die diesen Ansatz auf EU-Ebene weiterentwickelt. Partner sind:

  • Cognos International, Hamburg,
  • 3S Research Laboratory, Wien,
  • 17 & 4, Organisationsberatung, Wien,
  • Ecoplus, Wirtschaftsagentur Niederösterreich, St. Pölten
  • Hochschule Arnhem und Nijmegen aus den Niederlanden

Gemeinsam arbeiten wir an der Entwicklung einer praxisgerechten Verbindung der Ansätze „Handlungsorientiertes Lernen“ und „Agiles Lernen“ für die berufliche Weiterbildung.

Ziele des Projekts

Entwicklung und Erprobung eines Konzept für arbeitsplatzintegriertes Lernen im Betrieb, das die Ausbilder / Trainer / Anleiter / Vorgesetzten einbezieht mit

  • Orientierung auf eine direkte Einsetzbarkeit in Unternehmen, indem sofort – ohne langwierigen Vorlauf – ein Nutzen geschaffen wird.
  • Ergänzung durch eine Strategie, die einen „Ausbau bei laufender Fahrt“ erlaubt und Entwicklungen der Organisation sowie eine Qualifizierung der betrieblichen Weiterbildung berücksichtigt.
  • Einer nach Außen erkennbare Inwertsetzung, z.B. über anerkannte Zertifikate.

In Summe: Die Schaffung eines Verfahrensstandards, an dem sich Bildungsträger orientieren können

Literatur

  • Longmuß, J.; Korge, G.; Bauer, A.; Höhne, B. (Hg.) (2020): Agiles Lernen im Unternehmen. Springer Vieweg, Berlin, Heidelberg, DOI: https://doi.org/10.1007/978-3-662-62013-7
  • Höhne, B. & Longmuß, J. (2020) Agil und informell lernen – Bedarfsorientierte Kommunikations- und Kollaborationsmethoden. In: Richter, G. (Hrsg.) Lernen in der digitalen Transformation. Wie arbeitsintegriertes Lernen in der betrieblichen Praxis gelingt. Stuttgart: Schäffer Pöschel
  • Höhne, B.; Longmuß, J. & Müller, E. (2019). Agiles Lernen am Arbeitsplatz – Kompetenzen und Tools in der Umsetzung, in: Völker, R. & Thomaschewski, T. Agiles Management. Stuttgart: Kohlhammer
  • Longmuß, J. & Höhne, B. (2019): Agile Learning in Continuing Education – Learning Structures and Materials for Work Based Learning. In: Varietas delectat… Complexity is the new normality. Proceedings SEFI 2019 · SEFI 47th Annual Conference · Budapest, 16-20 September, 2019. ISBN: 978-2-87352-018-2, S. 726 – 734
  • Wolf, S. (2017). International Technical and Vocational Education and Training (TVET) Transfer Project – Theoretical-Practical Experiences of Workplace Training with the Workforce in the Egyptian Construction Industry. In M. Pilz (Ed.), Vocational Education and Training in Times of Economic Crisis: Lessons from Around the World. (pp. 439–459). Springer International Publishing, DOI: https://doi.org/10.1007/978-3-319-47856-2_24
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