Seit 2016 verpflichten wir uns jährlich zur Stilllegung unserer Treibhausgasemissionen. Warum das Ganze und welchen Beitrag leisten wir damit zum Klimaschutz?

Nachdem wir bereits erfolgreich verschiedene Hersteller auf Ihrem Weg zur eigenen CO2-Bilanz und klimaneutralen Produktion begleitet haben, stellte sich uns selbst die Frage, welche Emissionen durch uns als Dienstleister verursacht werden. Für 2016 konnten wir nun erstmals unseren eigenen CO2 Fußabdruck ermitteln. Mit Hilfe von CO2-Zertifikaten eines gemeinnützigen Projekts in Kenia konnten wir zusätzlich unsere 17 tCO2 Emissionen kompensieren.

Wie wird man zum Klimaneutralen Dienstleister?

Grundlage einer CO2-Bilanz ist die Ermittlung aller relevanten Energie- und Stoffströme des Unternehmens innerhalb eines ganzes Jahres. In unserem Fall bezieht sich das überwiegend auf den Anreiseweg der Mitarbeiter zur Arbeit, Dienstreisen, dem Strom- und Energieverbrauch in den Büros und dem Verbrauch von Büromaterial wie Papier, Tonerkartuschen und Versandtaschen. Im Wesentlichen also Daten, welche der Buchhaltung bereits bekannt sind bzw. einfach von dieser zu ermitteln sind.

Die Daten werden gemäß der international gültigen Norm ISO 14064 als Corporate Carbon Footprint nach verschiedenen Kriterien systematisiert und dokumentiert. Mit Hilfe von Emissionensfaktoren, welche Ökobilanzdatenbanken wie der oekobaudat oder ecoinvent entnommen werden können, werden anschließend die Gesamtemissionen in kgCO2-Äquivalenten berechnet. In unserem Fall betragen die Gesamtemissionen für das Jahr 2016 ca. 17 tCO2-eq. Zum Vergleich: Die durchschnittlichen CO2-Emissionen pro Kopf betragen in Deutschland immerhin ca. 9 tCO2-eq. und in den USA bereits 16 tCO2-eq.

Unterstützung von gemeinnützigen Klimaschutzprojekten

Um die 17 tCO2-Emissionen zu neutralisieren müssen CO2-Zertifikate erworben werden, die in unterschiedlichen Qualitäten und Preisklassen am Markt gehandelt werden. In unserem Fall fiel die Entscheidung auf ein Projekt des gemeinnützigen Anbieters myClimate, in dem Spargemeinschaften von Frauen in Kenia die Anschaffung von effizienten Kochern ermöglicht wird. Neben der eigentlichen CO2-Einsparung, wird mit den Spargemeinschaften somit auch die finanzielle und soziale Unabhängigkeit von Frauen gefördert.

Was bringt uns das?

Unsere 17 tCO2 sind nicht gerade als ein Schwergewicht – gerade im Vergleich zum produzierenden und verarbeitenden Gewerbe, wo die Gesamtemissionen häufig mehrere tausend Tonnen betragen. Der Großteil der Bruttowertschöpfung (ca. 70{abe6183b684a5dcdb2df002a79cee0515761ed237edafe4c0b4ecca5d30b3859}) und eine Mehrheit der Bevölkerung (ca. 73{abe6183b684a5dcdb2df002a79cee0515761ed237edafe4c0b4ecca5d30b3859}) in Deutschland finden sich jedoch im Dienstleistungssektor. Ein guter Grund also, auch als Dienstleister die eigene Verantwortung für den Klima- und Umweltschutz wahrnehmen.

 

Ihr Ansprechpartner

Irina Brehm, M.Sc.

T: 030 588 44 669
M: i.brehm@sustainum.de