EPDs gewinnen weiterhin an Bedeutung! Die aktuelle Statistik für Environmental Product Declarations (EPD) für die Jahre 2012-2017.

Seit dem Start im Jahr 2012 gewinnen Umweltproduktdeklarationen in Deutschland weiterhin an Bedeutung. Bis Ende 2017 wurden somit insgesamt 1.295 EPDs von 267 Deklarationsinhabern über den Programmhalter Institut Bauen und Umwelt e.V. veröffentlicht.

 

Wenn es um ökologische Transparenz und Ökobilanzen geht zeigt sich die Bau- und Werkstoffbranche als ein Vorreiter in Deutschland. Umweltproduktdeklarationen sind ein freiwilliger Standard und beinhalten neben einer Ökobilanz eine ganze Reihe nützlicher Produktangaben, die heute schon Beachtung bei der Gebäudezertifizierung durch DGNB, LEED oder BREEAM finden.

Teilnahme am EPD-Programm steigt

Die Zuwachsrate an neuen Deklarationsinhabern hat etwas abgenommen, dennoch entschließen sich jedes Jahr neue Hersteller und Unternehmen am EPD-Programm teilzunehmen.

Angabe von Systemgrenzen

Der überwiegende Teil an vorhandenen EPDs beschränkt sich auf die Deklaration des Herstellungsmodul in Summe 93 Prozent und verzichtet auf die Auszeichnung der darin aufsummierten  Einzelmodule, welche die differenzierten Anteile der Vorprodukte, Transporte der Vorprodukte sowie aufgewendeten Herstellungsenergie ausweisen. Fast 40 Prozent aller EPDs weisen neben dem Herstellungsmodul (cradle-to-gate – A1-3) zusätzlich mindestens ein weiteres Modul aus dem Produktlebenszyklus aus (cradle-to-gate + Optionen).

Nachfrage nach EPDs wird weiterhin steigen

Heute erfahren EPDs eine zunehmende Nachfrage, sodass auch auf künftig von einer weiterhin steigenden Teilnahme am EPD-Programm auszugehen ist.

EPDs werden bereits heute in verschiedenen Gebäudezertifizierungsprogrammen als Nachweisquellen genannt. Hierzu zählen das deutsche DGNB, britische BREEAM oder amerikanische LEED Programm. EPDs sind zudem die Voraussetzung um als Hersteller mit seinen Produkten in den diversen nationalen Produktumweltdatenbanken gelistet zu werden, wie beispielsweise dem niederländischen MRPI oder der deutschen Oekobaudat. Im Zuge der steigenden Relevanz der digitalen Bauwerksdatenmodellierung (engl.: Building Information Modelling) wird die Bedeutung der Umweltdatenbanken ebenfalls zunehmen. In Ländern wie Frankreich und Belgien gibt es zudem bereits gesetzliche Nachweispflichten zu produktbezogenen Umweltaussagen, die mit einer EPD erfüllt werden. Bewirbt ein Hersteller sein Produkte als umweltfreundlich, so ist dieser verpflichtet eine Ökobilanz z.B. in Form einer EPD öffentlich bereitzustellen.

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